Amtsblatt – Beitrag AfD-Fraktion 02.12.25 (KW 49)
AfD-Fraktion warnt vor hohen Kosten für die Fernwärmekunden
Die MVV plant den massiven Ausbau des Mannheimer Fernwärmenetzes. Die AfD-Fraktion unterstützt das Ziel, 10.000 zusätzliche Gebäude an das Fernwärmenetz anzuschließen.
Die MVV plant aber darüber hinaus, die Fernwärme bis 2030 „klimaneutral“ zu gestalten, also ohne die Abwärme des Mannheimer Großkraftwerkes (GKM) zu nutzen, auch „Dekarbonisierung der Fernwärme“ genannt. Dieses Vorhaben lehnen wir ab. Denn im Zuge des Kohleausstieges soll mit dem GKM eines der modernsten Kohlekraftwerke der Welt stillgelegt werden, obwohl es kostengünstig und zuverlässig Strom sowie gleichzeitig Fernwärme liefert. Die Fernwärme soll in Zukunft unter anderem mit einem Gas- und Biomassekraftwerk, der Müllverbrennungsanlage und von Flusswärmekraftwerken erzeugt werden.
Flusswärmekraftwerke mit Nachteilen
Der Bau von Flusswärmekraftwerken ist ein Baustein, mit dem die MVV die Fernwärme in Zukunft „klimaneutral“ erzeugen möchte. Diese Kraftwerke entziehen dem Rhein ein Teil der Wärme und speisen diese in das Fernwärmenetz ein. Das erste Flusswärmekraftwerk ist bereits im Betrieb, es treten aber auch Nachteile zum Vorschein, wie wir bei einem Besichtigungstermin erfahren konnten: Bei großer Kälte kann diese Anlage nicht genutzt werden, weil sie dem kalten Rheinwasser die Restwärme entziehen und dadurch eingefrieren würde. Außerdem nutzt die Anlage nicht das aufgewärmte Kühlwasser des Großkraftwerkes, was eigentlich naheliegend und vernünftig wäre. Der Grund: Da das Kühlwasser von dem Kohlekraftwerk stammt und damit nicht „klimaneutral“ ist, würde eine Anlage, die das aufgewärmte Wasser nutzt, nicht gefördert werden!
Risiken durch Geothermie nicht unterschätzen
Ein Teil der Fernwärme soll zukünftig mit Hilfe der Geothermie gewonnen werden. Die Nutzung der unerschöpflichen Erdwärme ist sicherlich sinnvoll, ist aber mit hohen Investitionskosten verbunden. Auch drohen Risiken wie Gebäudeschäden durch Bodenhebungen wie etwa in der Stadt Staufen oder seismische Aktivitäten wie in Landau. Die berechtigten Sorgen von Anwohnern müssen ernst genommen werden und auch die Haftung im Schadensfall muss klar geregelt werden.
Hohe Kosten für Fernwärmekunden drohen
Die sogenannte „Dekarbonisierung“ der Mannheimer Fernwärme lehnen wir als AfD-Fraktion ab, da die Umstellung auf „klimaneutrale“ Wärmeerzeugung mit sehr hohen Kosten verbunden ist, die natürlich von den Mannheimer Fernwärmekunden getragen werden müssen. In Hamburg und Frankfurt, die ebenfalls auf eine „klimaneutrale“ Wärmeversorgung setzen, kommt es bereits zu drastischen Preissteigerungen bei der Fernwärme von 30 %, die auch in Mannheim drohen. Bund und Land sind aufgefordert, den Kohleausstieg, die CO²-Steuer und das Heizungsgesetz zu streichen. Die Mannheimer Bürger hätten dann weiterhin mit ihrem Großkraftwerk eine bezahlbare Strom- und Fernwärmeversorgung.
Kontakt: AfD-Fraktion im Gemeinderat: kontakt@afd-fraktion-mannheim.de
3002 Zeichen inkl. Leerzeichen
Bild: AfD-Fraktion (AfD), zweispaltig
Bildunterschrift: AfD-Fraktion (v.l.n.r.): Hintere Reihe: Jörg Finkler, Dr. Ulrich Lehnert, Heinrich Koch. Vordere Reihe: Rainer Kopp, Silke Koch, Markus Riegler, Rüdiger Ernst