Mannheim/Berlin.
30.12.2025
Zur Entscheidung der bundeseigenen Deutschen Bahn, batterieelektrische Überlandbusse beim chinesischen Hersteller BYD zu beschaffen, erklären der Verkehrspolitiker und Bundestagsabgeordnete Lars Haise MdB sowie der Mannheimer Bundestagsabgeordnete Heinrich Koch MdB:
„Was wir hier erleben, ist ein Paradebeispiel für politische Heuchelei. CDU und SPD stellen sich jetzt empört hin und kritisieren eine Entscheidung, die sie mit ihrer eigenen Politik über Jahre hinweg selbst vorbereitet haben. Man könnte es auch so sagen: Die Brandstifter spielen Feuerwehr.
Denn dass ein staatliches Unternehmen wie die Deutsche Bahn am Ende beim billigsten Anbieter im Ausland einkauft, ist kein Betriebsunfall. Es ist die logische Folge einer Industrie- und Energiepolitik, die Deutschland systematisch verteuert, Bürokratie aufbläht und die heimische Produktion stranguliert hat."
Der in Mannheim ansässige Bundestagsabgeordnete Heinrich Koch betont: „Besonders bitter ist das für Mannheim. Hier steht eines der bedeutendsten Omnibus- und Fahrzeugwerke, hier hängen tausende Arbeitsplätze direkt und indirekt an der Nutzfahrzeug- und Zulieferindustrie. Wenn die Deutsche Bahn nun Busse aus China beschafft, dann trifft das nicht abstrakte Zahlen – dann trifft das konkret unsere Region, unsere Industriearbeitsplätze und unsere Wertschöpfung vor Ort."
Verkehrspolitiker und Bundestagsabgeordneter Lars Haise ergänzt: „Dass ausgerechnet CDU und SPD nun so tun, als wären sie die großen Verteidiger des Industriestandorts, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Die Deindustrialisierung Deutschlands ist kein Naturereignis, sie ist politisch gewollt und politisch verursacht. Die ideologische Verbrenner-Feindlichkeit, explodierende Energiepreise, immer neue Auflagen und ein Klima permanenter Investitionsfeindlichkeit haben dazu geführt, dass Produktion in Deutschland kaum noch konkurrenzfähig ist."
Beide führen fort: "Wer Unternehmen hierzulande das Produzieren unmöglich macht, darf sich nicht wundern, wenn staatliche Auftraggeber am Ende in China einkaufen. Die Verantwortung dafür liegt nicht bei der Deutschen Bahn – sie liegt bei der Bundesregierung und ihren industriefeindlichen Parteien.
Besonders perfide ist dabei, dass man nun mit dem moralischen Zeigefinger auf China zeigt, während man gleichzeitig die eigene Industrie sehenden Auges ruiniert hat. Das ist Heuchelei auf Kosten der Beschäftigten, auch und gerade in Mannheim.
Wir als AfD sagen klar: Deutschland braucht wieder Technologieoffenheit statt Ideologie, bezahlbare Energie statt grüne Wunschträume und Industriepolitik im Interesse des eigenen Landes. Wer will, dass Busse für die Deutsche Bahn wieder in Deutschland gebaut werden, der muss endlich aufhören, deutsche Industrie mutwillig zu zerstören.“